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Die richtige Ernährung während der Stillzeit

Babys zu stillen hat grundsätzlich viele Vorteile. So haben Kinder, die gestillt wurden, später weniger Allergien, die Bindung zwischen Mutter und Kind wird gestärkt und in der Muttermilch sind alle wichtigen Nährstoffe für das Kind enthalten. Die Ernährung der Mutter hat also selbstverständlich Einfluss auf die Muttermilch – das bedeutet aber im Normalfall nicht, dass sich stillende Mütter an spezielle Ernährungspläne halten müssen. Alles, was einer gesunden und ausgewogenen Ernährung dient, ist auch während der Stillzeit sinnvoll.

Dazu zählt zum Beispiel eine ballastoff- und vitaminreiche Ernährung mit vielen Vollkornprodukten und im Idealfall fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Fisch sollte ein- bis zweimal pro Woche auf den Teller kommen, am besten Seefisch. Fleisch kann man dreimal pro Woche in den Speiseplan schreiben, fettarmes Fleisch ist hier aber gesünder. Für Fette gilt in der Stillzeit grundsätzlich das, was auch sonst für eine gesunde Ernährung zutrifft: Ungesunde Fette, wie sie zum Beispiel in frittierten Nahrungsmitteln, Süßigkeiten oder fetthaltiger Wurst und Käse vorhanden sind, sollte man, wenn überhaupt, nur in geringen Maßen zu sich nehmen.

Leichte Veränderungen treten aber beim Kalorienbedarf und auch beim Kalziumbedarf auf. In der Stillzeit kann sich die Menge der benötigten Kalorien um 300 bis 600 am Tag erhöhen. Im Normalfall signalisiert der Körper den zusätzlichen Bedarf aber durch das gewohnte Hungergefühl, man braucht nicht absichtlich mehr zu essen, als man das normalerweise tun würde. Dem erhöhten Kalziumbedarf kann man mit Milch oder Joghurt begegnen.

Besonders viel ändert sich also in der Stillzeit, verglichen mit der regulären Ernährung, nicht. Man muss auch nicht unbedingt auf bestimmte Lebensmittel verzichten, das kann höchstens dann der Fall sein, wenn das Baby mit Überempfindlichkeit darauf reagiert. Pauschal lässt sich nicht sagen, wie ein Säugling auf welche Nahrungsmittel anspricht, so kann es zum Beispiel bei Kohl zu Blähungen beim Kind kommen, manche Babys trinken weniger gerne, wenn die Mutter Lebensmittel mit Knoblauch oder Zwiebeln gegessen hat. Stark säurehaltige Lebensmittel könnten dazu führen, dass die Kleinen wund werden. Hier kann man nur im individuellen Fall herausfinden, wie das eigene Kind auf welche Nahrungsmittel reagiert, vorsorglich etwas wegzulassen nutzt hier nichts. Umgekehrt kann man als Mutter durch die Ernährung in der Schwangerschaft den späteren Geschmack des Kindes beeinflussen. Wenn Kinder Lebensmittel schon durch die Muttermilch kennen, essen sie diese auch später eher gerne.

Tatsächlicher Verzicht ist in der Stillzeit wie auch bereits in der Schwangerschaft bei Alkohol und Nikotin nötig. Nikotin hält sich lange in der Muttermilch und starkes Rauchen kann die Milchproduktion negativ beeinflussen. Wenn man es also schon für die Schwangerschaft geschafft hat, mit dem Rauchen aufzuhören, sollte man nicht in der Stillzeit wieder damit anfangen. Alkohol ist in kleinsten Mengen in Ausnahmesituationen noch denkbar, dann aber am besten direkt nach dem Stillen, damit er bis zum nächsten Stillvorgang im Körper der Mutter wieder abgebaut ist. Im Idealfall verzichtet man jedoch ganz darauf.

Sonderfälle in der Ernährung, wie Unverträglichkeiten oder Lebensmittellallergien bei der Mutter oder auch vegetarische oder vegane Ernährung sollten mit dem Frauenarzt besprochen werden. Unter Umständen sind hier Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll, damit die Nährstoffzufuhr wirklich ausgeglichen ist.

 

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